Optimierung der Software-Updates
Ziel ist der Grundzustand „Aus“.
Kurzbeschreibung
In manchen Verwaltungen werden die Computer bei Dienstschluss nicht komplett ausgeschaltet, vielmehr laufen die Rechner über Nacht und an Wochenenden dauerhaft im Scheinaus-Betrieb. In diesem nur vermeintlich ausgeschalteten Zustand verbrauchen diese „Dauerläufer“ weiterhin Strom. Doch nicht immer ist wenig energiebewusstes Verhalten der Grund für diese Leerlaufverluste. Oft verhalten sich die Beschäftigten sogar vorschriftsgemäß – wenn es nämlich eine Anweisung gibt, die ihnen genau dieses Verhalten vorgibt: Weil über Nacht Software-Updates installiert werden, sollen die Computer nicht komplett ausgeschaltet werden.
Die gute Nachricht ist: Der Scheinaus-Betrieb lässt sich trotz der Notwendigkeit von Software-Updates vermeiden, wenn die Beteiligten an einem Strang ziehen und die Updates anders organisiert werden.
Die Herausforderung für Energiefachleute auf der einen und IT-Verantwortliche auf der anderen Seite ist es, für die Software-Updates eine alternative Vorgehensweise zu vereinbaren, die die Erfordernisse der IT ebenso berücksichtigt wie die Aspekte von Energieeffizienz und Klimaschutz. Hier gilt nicht das „Entweder ... oder“, sondern das „Sowohl ... als auch“ – und einen Zielkonflikt von IT und Klimaschutz gibt es hier meist nur scheinbar.
Die wichtigste Frage lautet zunächst: Warum genau sollen die Beschäftigten ihre Rechner nicht komplett vom Stromnetz trennen? Wenn nächtliche Software-Updates der Grund für diese Anweisung sind: Wie oft werden sie tatsächlich durchgeführt? Mitunter installiert das System nur einmal pro Woche oder noch seltener neue Software, die Computer der Beschäftigten laufen jedoch auch in der übrigen Zeit über Nacht immer im Scheinaus-Betrieb. Der von IT-Abteilungen für Software-Updates häufig eingeforderte, jederzeitige Zugriff auf die PCs der Beschäftigten ist in vielen Fällen nicht wirklich erforderlich. Durch den permanenten Stromverbrauch der Computer außerhalb der Arbeitszeiten wird er jedoch teuer bezahlt.
Als die eleganteste Lösung zur Vermeidung der teuren Leerlaufverluste, die auch den Interessen der IT gerecht wird, erscheint das Koppeln der Software-Updates an das morgendliche Hochfahren der Rechner. Einerseits erlaubt diese Lösung, die Bürogeräte nach jedem Feierabend komplett vom Stromnetz zu trennen; andererseits stellt diese Verfahrensweise sicher, dass jeder regelmäßig genutzte PC immer mit der aktuellen Software ausgestattet ist.