Mit „Big Points“ den Fußabdruck halbieren

Der durchschnittliche Pro-Kopf-CO₂-Fußabdruck in Deutschland hat sich von 10,4 auf 9,8 t CO₂ pro Jahr verkleinert! Noch deutlicher lässt sich die persönliche Klimabilanz verbessern – durch acht „Big Points“, die das Umweltbundesamt mit CO₂-Einsparungen hinterlegt hat.

Foto: Blick aus einem Flughafen-Terminal auf das Rollfeld, auf dem ein Flugzeug steht

Durchschnittlicher Pro-Kopf-CO2-Fußabdruck 6 % geringer

Aber der Reihe nach, denn diese gute Nachricht gehört an den Anfang: In Deutschland hat sich der durchschnittliche CO2-Fußabdruck von 10,4 t CO2eq auf 9,8 t CO2eq pro Kopf und Jahr verringert – das entspricht einem Minus von knapp 6 %. Dies geht aus einer aktualisierten Infografik hervor, die das Umweltbundesamt (UBA) Ende März 2026 veröffentlichte (die frühere Version der Grafik ist derzeit noch hier zu finden).

Veränderungen gegenüber dem Vorjahr

Die sechs Bereiche, die zum Pro-Kopf-Fußabdruck beitragen, haben sich allerdings sehr unterschiedlich entwickelt. In drei Bereichen sanken die Emissionen: im Segment „sonstiger Konsum“ von 2,9 auf 2,5 t CO2eq (-13,8 %),  beim „Wohnen“ von 2,2 auf 1,9 t CO2eq (-13,6 %) und bei „öffentlicher Infrastruktur“ von 1,2 auf 1,1 t CO2eq (-8,3 %) pro Kopf und Jahr. Zwei Bereiche dagegen verzeichneten einen Anstieg: „Strom“ von 0,5 auf 0,6 t CO2eq (+20 %) und „Mobilität“ von 2,0 auf 2,1 t CO2eq (+5 %). Die Emissionen des Segments „Ernährung“ blieben mit 1,6 t CO2eq pro Kopf und Jahr unverändert.

Die Big Points in der CO2-Bilanz

Alle oben angegebenen Werte sind deutschlandweite Durchschnittswerte. Davon unabhängig hat es Jeder und Jede in der Hand, den individuellen CO2-Fußabdruck zu reduzieren und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten – im Kleinen wie im Großen.

Hierfür findet sich auf der Website des UBA eine völlig neue, sehr hilfreiche Infografik: Sie zeigt, durch welche acht „Big Points“ sich der persönliche CO2-Fußabdruck auf weniger als die Hälfte (-54 %) verringern lässt.

Das größte Klimaschutzpotenzial hat demnach ein Urlaub ohne Flug („Adria statt Teneriffa“), der die Jahresbilanz um 1,0 t CO2eq entlastet (-10,2 %). Auf den vorderen Plätzen der größten Hebel folgen laut UBA das Heizen mit Wärmepumpe (-0,9 t bzw. -9,2 %), das Dämmen des Wohnraums und der Umstieg aufs Elektroauto (jeweils -0,8 t bzw. -8,2 %) und das Carsharing (-0,6 t bzw. -6,1 %).

Vor allem das klimabewusste Mobilitätsverhalten kann die persönliche CO2-Bilanz also ganz erheblich entlasten. Doch auch Maßnahmen wie der private Wechsel zu Ökostrom, eine stärker pflanzliche Ernährung und das Verwenden eines Sparduschkopfs zählen zu den „Big Points“ zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks.



Quelle: Umweltbundesamt

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