Kosten rund ums Autofahren in fünf Jahren um 31 % gestiegen

Die Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Autofahren, zusammengefasst im Kraftfahrer-Preisindex, lagen im März 2026 um 6,7 % höher als ein Jahr zuvor. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, war dieser Anstieg überdurchschnittlich groß: Die Verbraucherpreise insgesamt nahmen im selben Zeitraum um 2,7 % zu.

Bemerkenswert ist auch der mittelfristige Vergleich der Autokosten mit den ÖPNV-Preisen: Während zwischen 2020 und 2025 der Kraftfahrer-Preisindex um 31,2 % stieg, sanken die Preise für ÖPNV-Kombitickets um 18 %.

Foto: eine Reihe dicht nebeneinander stehender, blauer und weißer Gebrauchtwagen, fotografiert von links vorn

Preise für Diesel und Benzin deutlich höher als vor einem Jahr

An der Zapfsäule spürten Verbraucherinnen und Verbraucher die jüngsten Preissteigerungen besonders deutlich: Kraftstoffe hatten sich im März 2026 um durchschnittlich 20 % gegenüber dem Vorjahresmonat verteuert, darunter Diesel um 29,7 % und Superbenzin um 17,3 %.

Auch die Kosten für Reparatur, Inspektion, Parkgebühr und Ähnliches (+4,1 %), Gebrauchtwagen (+2,9 %) sowie Fahrschule und Führerscheingebühr (+2,8 %) zogen überdurchschnittlich stark gegenüber März 2025 an. Dagegen verteuerten sich Neuwagen (+2,4 %), Kfz-Versicherung und die Miete für Garage und Stellplatz (jeweils +1,4 %) unterdurchschnittlich.

Preise für ÖPNV-Tickets überdurchschnittlich gestiegen

Die Fahrkartenpreise für öffentliche Verkehrsmittel sind binnen Jahresfrist ebenfalls überdurchschnittlich gestiegen. So mussten Verbraucherinnen und Verbraucher für ÖPNV-Kombitickets 6,2 % mehr bezahlen. Hier wirkt sich laut Statistischem Bundesamt vor allem die Preiserhöhung beim Deutschlandticket um 8,6 % (von 58 auf 63 Euro monatlich) im Januar 2026 aus.

Mittelfristiger Vergleich der Autokosten und ÖPNV-Preise

Der Kraftfahrer-Preisindex, der die Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Auto zusammenfasst, lag im Jahr 2025 um 31,2 % höher als im Jahr 2020. Dieser Anstieg fiel überdurchschnittlich groß aus: Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum nur um 22 %.

Ein differenziertes Bild zeigt sich im Bus- und Bahnverkehr. Die Preise für Bahnfahrten im Nahverkehr erhöhten sich zwischen 2020 und 2025 um 20,1 %, die Preise für Bahnfahrten im Fernverkehr lagen 2025 etwa auf dem Niveau von 2020 (+0,5 %). Die Preise für Kombitickets für Bahn und Bus dagegen sanken um 18 % – insbesondere durch die Einführung des Deutschlandtickets im Mai 2023.

Quelle

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