„Auszeit“ – im Urlaub so richtig abschalten

Bald beginnen die Sommerferien, viele Menschen fahren in den Urlaub. Nicht selten aber vergessen sie bei den Reisevorbereitungen den Stromverbrauch der heimischen Elektrogeräte. Denn zahlreiche Geräte belasten selbst dann die Stromrechnung, wenn niemand zu Hause ist. Wer dagegen die drei folgenden Tipps beachtet und auch den Elektrogeräten eine echte Auszeit gönnt, kann den Stromverbrauch während des Urlaubs auf null setzen – und die Urlaubskasse aufstocken.

Foto: Blick von einem feinen, hellen Sandstrand auf das ruhige, hellblaue Meer, an dessen Horizont weiße Wolken stehen

Tipp 1: Leerlaufverluste vermeiden

In einem durchschnittlichen Haushalt verursachen die Geräte der Informations- und Unterhaltungselektronik gut 29 % des Stromverbrauchs. Besonders ärgerlich: Router, Fernseher und HiFi-Anlage, Computer, Monitor, Spielekonsole, Kaffeevollautomat und andere Geräte verbrauchen nicht nur im Normal- und im Standby-Betrieb Strom, sondern auch im vermeintlich ausgeschalteten Zustand – im „Scheinaus-Betrieb“ (mehr dazu auf der Unterseite „Leerlaufverluste“).

Für diese Leerlaufverluste gilt die Faustformel: Jedes Watt Dauerleistung verursacht einen jährlichen Stromverbrauch von 8,76 Kilowattstunden (kWh) und Stromkosten in Höhe von 3 Euro (bei einem Strompreis von 0,35 €/kWh).

Wer während seines Urlaubs die Kosten der Leerlaufverluste durch nicht genutzte „Dauerläufer“ vermeiden will, sollte alle Geräte komplett vom Stromnetz trennen – durch das Ziehen der Netzstecker oder mithilfe von abschaltbaren Steckdosenleisten. Das lohnt umso mehr, wenn es sich um ältere Elektrogeräte handelt, denn die haben häufig besonders hohe Leerlaufverluste.

Foto: zwei volle Milchflaschen, die im oberen Regal eines beleuchteten Kühlschranks stehen
Auch der Kühlschrank gehört zu den Elektrogeräten, denen man während des Urlaubs eine echte Auszeit gönnen kann.

Tipp 2: Kühl- und Gefriergeräte abtauen

Auf Kühl- und Gefriergeräte entfallen in einem durchschnittlichen Haushalt 10 % des Stromverbrauchs, das ist jede zehnte Kilowattstunde. Deshalb ist der Urlaub eine gute Gelegenheit, diese Geräte abzutauen und, wenn möglich, für die Dauer des Urlaubs abzuschalten. Achten Sie darauf, die Türen der ausgeschalteten Kühl- und Gefriergeräte zu öffnen, damit sich in den Innenräumen kein Schimmel bildet.

Ohnehin sollte man Kühl- und Gefriergeräte, wenn sie keine automatische Abtaufunktion haben, regelmäßig abtauen: Bereits eine Eisschicht, die nur 5 Millimeter dick ist, erhöht den Stromverbrauch des betreffenden Geräts um bis zu 30 % (mehr dazu auf der Unterseite „Kühl- und Gefriergeräte“).

Tipp 3: Warmwasserboiler abschalten

Elektrische Warmwasserboiler verbrauchen permanent Strom, um das Wasser auf einer konstanten Temperatur zu halten. Daher ist es während des Urlaubs sinnvoll, den Boiler abzuschalten – am besten so frühzeitig, dass man das vorhandene warme Wasser noch verbrauchen kann. Bei kleineren Geräten lohnt sich das schon über Nacht, bei größeren Speichern empfiehlt sich das Ausschalten eher bei längeren Abwesenheiten wie etwa in der Urlaubszeit.

Beim Einschalten nach dem Urlaub sollte das Wasser im Speicher jedoch zum Schutz vor Legionellen auf 60 °C erhitzt werden (mehr dazu auf der Unterseite „Warmwasser“).

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