„Günstig gekauft, teuer bezahlt“ – Kühlgeräte im Test

Wie günstig ein Kühlgerät wirklich ist, zeigt sich an seinen Betriebskosten – und über die gesamte Lebensdauer gerechnet übersteigen die Stromkosten oft den Kaufpreis. Wer beim Kühlgerätekauf spart, zahlt deshalb oft jahrelang drauf – über die Stromrechnung. „Billig“ ist also keineswegs „günstig“.

Das bestätigt einmal mehr die Stiftung Warentest, die 37 Einbaukühlgeräte getestet hat und zeigt: Billigmodelle können über 15 Jahre gerechnet mehr als 2.500 Euro Stromkosten verursachen, effiziente Geräte dagegen kommen mit weniger als 1.000 Euro aus. Den Unterschied macht allein die Energieeffizienz, die beim aktuellen Test zu 30 % in das Gesamturteil eingeflossen ist.

Eine Frau mit kurzen schwarzen Haaren steht vor einem geöffneten Kühlschrank und wirft einen prüfenden Blick auf die Lebensmittel.

Spanne bei Anschaffungs- und Stromkosten

Die Preisspanne der für die März-Ausgabe der Zeitschrift „test“ auf Herz und Nieren geprüften Kühl-Gefrierkombinationen reicht von 429 bis 2.199 Euro, die der Kühlschränke von 339 bis 1.356 Euro. Doch der Kaufpreis ist nur die halbe Wahrheit. Denn manche Geräte verbrauchen so viel Strom, dass die Betriebskosten über 15 Jahre gesehen den Kaufpreis um ein Vielfaches übersteigen. Die günstigste Kombi im Test kostet inklusive Strom über 15 Jahre gesehen knapp 2.300 Euro – die teuerste schlägt mit über 3.400 Euro zu Buche.

Bei vielen günstigen Kombis hapert es allerdings nicht nur bei der Effizienz, sondern auch bei wichtigen Sicherheitsfunktionen: Sie warnen nicht nach einem Stromausfall oder piepen nicht, wenn die Tür offensteht. Unterschiede in der Bedienung finden sich in allen Preisklassen – manche Menüs sind unübersichtlich, Einstellschieber fürs Gemüsefach versteckt oder nur mit viel Fingerspitzengefühl zu erspüren.

Je drei Modelle „ausreichend“ und „mangelhaft“

Wer kein Gefrierfach braucht, fährt am günstigsten: Große Kühlschränke ohne Eisfach bieten mehr Platz fürs Kühlen – und niedrigere Betriebskosten. Kleine Modelle unter der Arbeitsplatte eignen sich vor allem für Single-Haushalte, hier liegt die Preisspanne bei den Gesamtkosten zwischen gut 1.000 und 1.600 Euro.

Noch ein Tipp: Prüfen Sie vor dem Neukauf den Stromverbrauch des alten Kühlgeräts mit einem Strommessgerät. Nach Informationen der Stiftung Warentest lohnt sich Kühlschranktausch erst dann, wenn das Altgerät etwa zwei- bis dreimal so viel Strom verbraucht wie ein effizientes Neugerät.

Der ausführliche Test mit allen Ergebnissen und Spartipps findet sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift „test“ und unter www.test.de/kuehlgeraete. Für all diejenigen, die eine Neuanschaffung planen, ist dieser Test wertvoller Lesestoff: Von den 18 getesteten Kühl-Gefrierkombis beispielsweise erhielten jeweils drei Modelle nur die Gesamtnote „ausreichend“ oder „mangelhaft“. Und insgesamt fällt auf, dass ein bekannter Markenname nicht unbedingt ein Qualitätsgarant ist.

Quelle

Blogbeitrag „Kühlgeräte im Test“ DOCX / 545,35 KB Download