E-Mail-Löschaktion
Konkreter Klimaschutz per Mausklick.
Kurzbeschreibung
Bei der E-Mail-Löschaktion tun sich alle Beschäftigten einer Einrichtung zusammen, um möglichst viele alte E-Mails zu löschen – eine schöne Gemeinschaftsaktion, die zeigt, wie einfach und konkret Klimaschutz sein kann. Spannend ist dabei nicht nur, wie viele Nachrichten aufgrund der (gerne einwöchigen) Aktion insgesamt gelöscht werden, sondern auch, wer die meisten E-Mails vom Server entfernt.
Eine E-Mail ist schnell verschickt und landet binnen weniger Sekunden beim Empfänger oder bei der Empfängerin. Deshalb ist „elektronische Post“ auch so komfortabel und beliebt. Was wir dabei selten bedenken, sind der Stromverbrauch und die CO2-Emissionen beim Tippen, Versenden, Lesen und – vor allem – beim oft jahrelangen Speichern einer E-Mail auf dem Server eines Rechenzentrums. Mittlerweile weiß man aber ziemlich genau, wie hoch der CO2-Ausstoß von E-Mails ist (vgl. Mike Berners-Lee: Wie schlimm sind Bananen? S. 26): Je nachdem, wie umfangreich die Nachricht und wie groß ihr Verteiler ist, verursacht eine E-Mail
- 0,03 Gramm CO2 (Spam-Mail),
- 0,3 Gramm CO2 (normale E-Mail von Laptop zu Laptop),
- 17 Gramm CO2 (umfassende E-Mail) oder
- 26 Gramm CO2 (E-Mail an einen Verteiler von 100 E-Mail-Adressen).
Kurzum: Jede gespeicherte E-Mail benötigt Speicherplatz, und „Speicherplatz“ ist immer gleichbedeutend mit „Stromverbrauch“. Darum verursachen selbst E-Mails, die in den Papierkorb verschoben werden, auf den Servern immer noch einen Stromverbrauch. Und über die Monate und Jahre kommen im Papierkorb eines Accounts nicht selten mehrere Hundert oder gar Tausend alte Nachrichten zusammen.
So spart das Löschen von 500 einfachen E-Mails jährlich 150 g CO2, bei 500 umfangreichen Mails beträgt die CO2-Ersparnis 8,5 kg. Und hochgerechnet auf 500 Beschäftigte reduzieren sich die CO2-Emissionen bereits um 75 kg bzw. 4,25 t. Per Mausklick. Einfacher geht’s nicht.