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Klimagerechtes Verhalten in der Landesverwaltung

„Dicht gemacht“ – Pkw-Dichte zum Jahresbeginn 2025 erneut gestiegen

Foto: eine Reihe dicht nebeneinander stehender Autos

In Deutschland gibt es immer mehr Autos. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) sowie Berechnungen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder mitteilt, kamen zum Jahresanfang 2025 auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner 590 Personenkraftwagen. Damit ist die Pkw-Dichte seit 2008 stetig gestiegen.

Pkw-Dichte in allen ostdeutschen Flächenländern unter dem Bundesdurchschnitt, in fast allen westdeutschen darüber

Die regionalen Unterschiede bei der Pkw-Dichte sind groß: Am höchsten war sie Anfang 2025 in den westlichen Flächenländern Saarland (646 Pkw pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner), Rheinland-Pfalz (641) und Bayern (635). Die niedrigste Pkw-Dichte wiesen die Stadtstaaten Berlin (334), Bremen (427) und Hamburg (435) auf – unter anderem wegen eines besonders dichten ÖPNV-Netzes. Den niedrigsten Wert in einem Flächenland gab es in Sachsen (542). Gegenüber dem Vorjahr hat die Pkw-Dichte nicht in allen Bundesländern zugenommen: Einen Rückgang gab es in den drei Stadtstaaten und in Hessen, wo sie im Jahr 2025 leicht gesunken ist (von 623 im Vorjahr auf 622).
 

Das Balkendiagramm zeigt die im Text beschriebene, regional unterschiedliche Pkw-Dichte nach Bundesländern.


Pkw-Dichte in Bund und Ländern 2025  und 2024 im Vergleich: Zahl der zugelassenen Autos je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner
 

Ein weiterer interessanter Befund: In allen ostdeutschen Flächenländern lag die Pkw-Dichte Anfang 2025 unter dem Bundesdurchschnitt, in allen westdeutschen darüber – mit Ausnahme Nordrhein-Westfalens, dessen Pkw-Dichte exakt dem Bundesdurchschnitt entsprach (590).

Private Haushalte verursachen im Verkehr gut eine Tonne COpro Kopf und Jahr

Mit dem kontinuierlichen Anstieg der Pkw-Dichte ging nach Informationen von Destatis keine stetige Zunahme der CO2-Emissionen einher: Umweltökonomischen Gesamtrechnungen zufolge wurden im Jahr 2023 im Straßenverkehr insgesamt 154,7 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen, davon 88,9 Millionen Tonnen von privaten Haushalten; das entsprach im Schnitt knapp 1,1 Tonnen CO2 pro Kopf. Allerdings ist der Anteil des Verkehrs an den Gesamtemissionen Deutschlands laut Umweltbundesamt seit 1990 um neun Prozentpunkte gestiegen. Denn im Vergleich zu anderen Sektoren hat der Verkehrssektor seine Emissionen deutlich weniger verringert – um nur 10,9 % gegenüber 1990. Deutschlands Gesamtemissionen dagegen sanken im selben Zeitraum um nicht weniger als 46,1 %.

 

Quelle (siehe Link-Liste): Statistisches Bundesamt