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mission E Klimagerechtes Verhalten in der Landesverwaltung

Wärmster Juni seit Beginn der Datenaufzeichnungen

die tiefstehende Sommersonne glitzert auf dem blauen Meer

Nach Angaben des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus war der Juni 2024 der weltweit wärmste Juni seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen: Im vergangenen Monat betrug die durchschnittliche weltweite Oberflächen-Lufttemperatur 16,66 Grad Celsius. Damit lag die Temperatur 0,67 °C über dem Juni-Durchschnitt der Jahre 1991-2020 und 1,5 °C über dem geschätzten Juni-Durchschnitt der vorindustriellen Referenzperiode (1850 bis 1900).

Somit war der Juni 2024 laut Copernicus der 13. Monat in Folge, der einen neuen Temperaturrekord aufstellte. Gleichzeitig war er der zwölfte Monat in Reihe, der die 1,5-Grad-Schwelle erreichte oder sogar überschritt: Im Zeitraum von Juli 2023 bis Juni 2024 lag die globale Temperatur den Daten von Copernicus zufolge 1,64 Grad Celsius über dem vorindustriellen Durchschnitt. „Das ist mehr als nur eine statistische Kuriosität, sondern verdeutlicht einen großen und anhaltenden Klimawandel“, wird Copernicus-Direktor Carlo Buontempo von SPIEGEL online zitiert.
 

Das Balkendiagramm zeigt die Abweichung der weltweiten Oberflächen-Lufttemperatur des Juni gegenüber dem vorindustriellen Juni-Durchschnitt der Jahre 1850-1900.

Erstmals 1,5 Grad: Abweichung der weltweiten Oberflächen-Lufttemperatur des Juni gegenüber dem vorindustriellen Juni-Durchschnitt der Jahre 1850-1900 (Quelle: Copernicus Climate Change Service/ECMWF)
 

Im Pariser Klimaschutzabkommen verständigten sich im Dezember 2015 fast 200 Staaten auf das Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst jedoch auf 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

 

Quellen (siehe Link-Liste): Copernicus, Tagesschau, SPIEGEL online