kurz stoßlüften statt stundenlang kipplüften
Das können Sie tun
In der Heizperiode sollte immer die Quer- oder Stoßlüftung Ihre erste Wahl sein, um die Raumluft auszutauschen. Grundsätzlich gilt: Je kälter es draußen ist, desto kürzer kann man lüften. Während im März und November 10 Minuten stoßgelüftet werden sollte, reichen in den kalten Monaten von Dezember bis Februar bereits 5 Minuten. Drehen Sie die Thermostatventile der Heizkörper während des kurzen, aber kräftigen Lüftens immer auf die Einstellung für den Frostschutz (*). Dagegen ist das Lüften durch dauerhaft auf Kipp stehende Fenster extrem ineffizient: Bei der Kipplüftung dauert es um ein Vielfaches länger, bis die verbrauchte Luft gegen frische Luft ausgetauscht ist. Hinzu kommt: Beim kurzen, kräftigen Lüften kühlen Wände und Mobiliar nicht aus und müssen daher auch nicht mit hohem Energieaufwand wieder aufgeheizt werden. Anders verhält es sich bei der dauerhaften Lüftung „auf Kipp“, bei der auch Fensterlaibungen und – je nach Lüftungsdauer und Außentemperatur – sogar Bodenbeläge, Büromöbel usw. auskühlen können.
| Für Sie | Für eine Behörde 500 Beschäftigte | Für alle NRW-Behörden 172.000 Beschäftigte | |
|---|---|---|---|
| Eingesparte Energie | 46,4 kWh/a | 23.200 kWh/a | 8 Mio. kWh/a |
| Finanzielle Ersparnis | 5,23 € | 2.615 € | 899.436 € |
| Vermiedene Emissionen | 9,33 kg | 4,66 t | 1.604 t |
Das sind unsere Annahmen
– Berechnet wurde der Wärmeverlust durch den erhöhten Luftwechsel der stundenlangen Kipplüftung im Vergleich zum Wärmeverlust der kurzen Stoßlüftung. Nicht berücksichtigt ist der Wärmeverlust, der dadurch entsteht, dass einströmende Kaltluft auf nicht geschlossene Thermostatventile fällt, die daraufhin umso weiter öffnen, was zu einem zusätzlichen Energieverlust führt.
– Die Berechnung der Lüftungswärmeverluste basiert auf folgenden Faktoren: Wärmekapazität der Luft, Luftwechselrate, Raumvolumen, Temperaturdifferenz zwischen Raumluft und Außenluft sowie die jeweilige Lüftungsdauer.
– Berechnungsformel: Wärmeverlust = spezifische Wärmekapazität der Luft x Luftwechselrate (Anzahl des Luftaustauschs pro Stunde) x Raumvolumen x Temperaturdifferenz (Innenluft - Außenluft) x Anzahl der Stunden
– Luftwechselrate Kipplüftung: 2 pro Stunde, Luftwechselrate Stoßlüftung: 10 pro Stunde
– Raumvolumen: 4 x 3 x 3 Meter = 36 cbm
– Innentemperatur: 21 °C
– gemittelte Temperaturdifferenz innen/außen (laut Klimadiagramm 1961-1990 des Deutschen Wetterdienstes für Düsseldorf): 15,5 Kelvin (mittlere Temperaturdifferenz Januar: 18 K, Februar: 18 K, März: 15 K, Oktober: 10 K, November: 15 K, Dezember: 17 K)
– Dauer der täglichen Kipplüftung: 2 Stunden
– konkreter Anwendungsfall: täglicher Wärmeverlust der Kipplüftung pro Arbeitsplatz = 0,34 Wh/(cbm x K) x 2/h x 36 cbm x 15,5 K x 2h = 758,88 Wh
– Dauer der täglichen Stoßlüftung: 0,2 Stunden
– konkreter Anwendungsfall: täglicher Wärmeverlust der Stoßlüftung pro Arbeitsplatz = 0,34 Wh/(cbm x K) x 10/h x 36 cbm x 15,5 K x 0,2h = 379,44 Wh
– Dauer der Heizsaison: 1. Oktober bis 31. März
– Anzahl der Arbeitstage während der Heizsaison: 110
– Energieträger: Erdgas
– Gesamteffizienz (Verhältnis Wärmeenergie/Gasverbrauch): 90 %
– Gaspreis 2025 (laut Verivox): 11,27 ct/kWh
– Emissionsfaktor (laut BAFA): 201 g CO₂/kWh